Bushido vs. Fler: Vom besten Freund zum Erzfeind
Kaum eine Fehde hat den Deutschrap so geprägt wie der Streit zwischen Bushido und Fler. Der Tagesspiegel zählte einst einen „Streit in 54 Akten" – und seitdem sind eher Akte dazugekommen. Hier ist die Geschichte: von der Freundschaft über die Disstracks bis zum Dauerkrieg auf Social Media.
Wie der Beef begann
Bushido und Fler lernten sich lange vor dem Ruhm kennen – in der Ausbildung zum Maler und Lackierer. Sie wurden enge Freunde, nahmen zusammen Musik auf und wurden Anfang der 2000er gemeinsam beim Berliner Label Aggro Berlin zu Stars.
Der Bruch kam 2004: Bushido verließ Aggro Berlin im Streit – und nahm Fler nicht mit. Aus Flers Sicht ein Verrat an der Freundschaft, aus Bushidos Sicht eine geschäftliche Entscheidung. Die Freundschaft zerbrach daran.
Die Disstracks: „Flerräter" und „Du Opfer"
Es folgte ein Schlagabtausch, der Deutschrap-Geschichte schrieb: Bushido attackierte seinen früheren Weggefährten auf „Flerräter", Fler antwortete tief getroffen mit „Du Opfer". Jahrelang lieferten sich die beiden danach Sticheleien auf Alben, in Interviews und später in den sozialen Medien.
Versöhnung – und wieder Krieg
Um 2008 kam es tatsächlich zur Versöhnung: Fler verließ Aggro Berlin und startete bei Bushidos Label ersguterjunge eine zweite gemeinsame Phase. Doch auch die hielt nicht – inzwischen sind die beiden wieder erbitterte Gegner.
Auf die Frage, was für eine erneute Versöhnung passieren müsste, ließ Fler zuletzt keinen Interpretationsspielraum: praktisch nichts. Der Beef läuft weiter – vor allem über Interviews, Livestreams und Instagram.
Quellen: Tagesspiegel, Hiphop.de, Raptastisch
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