Sido vs. Bushido: Vom Aggro-Beef zum gemeinsamen Album
Sido und Bushido waren die zwei Gesichter des Berliner Rap der 2000er – und lange Zeit spinnefeind. Dass aus dem Aggro-Beef am Ende ein gemeinsames Chart-Album wurde, ist eine der bemerkenswertesten Wendungen der Deutschrap-Geschichte.
Aggro Berlin gegen ersguterjunge
Beide wurden beim Berliner Label Aggro Berlin groß. Als Bushido das Label 2004 im Streit verließ und mit ersguterjunge sein eigenes Imperium aufbaute, lieferten er und die verbliebenen Aggro-Künstler – allen voran Sido – sich über Jahre Disses und Sticheleien.
Die Versöhnung 2011
Ausgerechnet ein Jahresrückblick brachte die Wende: In seinem Freestyle „2010" wünschte Sido dem gesundheitlich angeschlagenen Bushido nach dessen Rücken-OP gute Besserung. Anfang 2011 legten die beiden – da längst zwei der erfolgreichsten Künstler des Landes – ihren Streit offiziell bei.
Das gemeinsame Album „23"
Im Oktober 2011 erschien das Gemeinschaftsalbum „23" – benannt nach der insgesamt 23. Veröffentlichung der beiden. Es stieg mit über 36.000 verkauften Einheiten in der ersten Woche auf Platz 3 der deutschen Charts ein und erreichte in der Schweiz sogar Platz 1.
Vom Erzfeind zum Duett-Partner: kompletter geht ein Beef-Happy-End kaum.
Quellen: Wikipedia („23"), rap2soul
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